Um eine Domain zu registrieren braucht man einen Registrar der Mitglied der entsprechenden Domain Registry ist. Die meisten bieten die gängigen TLDs (com, net, org, eu, info, biz etc.) und einige geängige ccTLDs (de, at, ch, tv etc.) an. Will man nun mehr als nur ein paar Domains registrieren lohnt es sich mit einem Registrar ein Reseller Vertrag abzuschließen. Dadurch hat man dann die Möglichkeit über ein Webinterface (und oft auch über Web- oder Mail-APIs) sehr einfach (oft in Echtzeit) Domains zu registrieren.
Die Reseller unterscheiden sich dabei teilweise erheblich bei ihrem Angebot. Einige Anbieter schreiben Rechnungen. Bei anderen muß man Vorkasse bezahlen und kann mit dem eingezahlten Geld dann arbeiten. Auch die Benutzbarkeit der Interfaces und die Anzahl der registrierbaren ccTLDs unterscheidet sich stark.
Um nicht für jede neue ccTLD einen neuen Registrar suchen zu müssen ist es natürlich von Vorteil wenn der Registar möglichst viele ccTLDs anbietet. Um die ccTLDs einiger Länder registrieren zu können ist es nötig das der Admin-C und/oder der Owner einen Wohnsitz in dem jeweiligen Land hat. Da das natürlich nur selten der Fall ist bieten einige Registrare einen Treuhänder Service an.
Beim Nameservice unterscheiden sich die Anbieter fast nicht. Man kann die Nameserver des Registars verwenden oder eigene angeben. Weiterhin hat man die Wahl einen eigenen Primary zu betreiben oder die Zone über das Webinterface zu pflegen. Ich finde es von Vorteil den Primary selbst zu betreiben. In meinem Setup generiere ich die Zonendateien für Bind aus einer Mysql Datenbank die man über ein Webinterface editieren kann. Das hat den großen Vorteil das man Änderungen automatisieren kann. Will man nicht das die eigenen Nameserver direkt abgefragt werden kann man ihn als hidden Primary konfigurieren. Dabei laden die Nameserver des Registars die Zone von eurem Nameserver. Dieser ist aber nicht bei der Registry eingetragen.
1&1 Internet AG
Sehr viele haben ihre Domains über 1&1 registriert. Hier bekommt man dann noch allerhand Zusatzleistungen rund um die eigene Website. Weichen die Bedürfnisse allerdings etwas vom Mainstream ab hat man hier schlechte Karten. Da ist die Firma zu unflexibel. Zum Beispiel hat man keinen Einfluss auf die TTL (was für mögliche DNS Änderungen wichtig ist um keine Unterbrechung der Verfügbarkeit zu riskieren). Auch läßt sich nur für die ganze DNS-Zone eine CNAME eintragen. Will man ein bisschen Flexibilität bleibt bei 1&1 nur eigene Nameserver einzutragen.
Auch die Auswahl an TLDs ist bescheiden. Gerade mal 7 TLDs und zwei ccTLDs stehen zur Auswahl.
United Domains
UD war die Domains Sparte von Lycus und wurde nach deren Ende von United Internet (Web.de, GMX) übernommen. UD bietet alle TLDs und eine große Auswahl an ccTLDs (laut Website ca. 100). Allerdings richtet sich das Angebot eher an Semi-Professionelle Kunden. So finden sich bei de-Domains 1 Euro Lockangebote die dann in den folge Jahren mit 12 Euro überteuert abgerechnet werden. Auch das Webinterface bietet kaum Möglichkeiten Domains vernünftig zu verwalten. Teilweise werden für normale Änderungen (z.B. Nameserver ändern) 30 Euro Traum Gebühren fällig. Zudem müssen alle Änderungen per Fax initiiert werden (Vorsicht Steinzeit).
Dopoly
Die Dopoly GmbH ist laut Impressum ein Unternehmen der United-Domains Gruppe und soll wohl eher den Professionellen Kunden ansprechen. Auch hier findet sich eine große Auswahl an ccTLDs (angeblich 196). Das Webinterface bietet alle Funktionen die man braucht. Gelungen ist die API-Console unter Tools. Hier kann man sehr einfach im Browser kleine Scripte zusammen klicken. Preislich sind sie nicht die günstigsten. Gerade wer viele de-Domains zahlt mit 5 Euro im Jahr zu viel. Die Abrechnung findet über ein Konto statt das man vor der ersten Bestellung per Überweisung mit einem Guthaben auffüllen muss. Man sieht dann sehr schön wie lange das Guthaben noch ausreicht um den Bestand an Domains automatisch zu verlängern bzw. ab wann man das Konto wieder aufladen muß.
Joker
Joker kann momentan Preislich nicht überzeugen. Auch hier muß man ein Konto aufladen. Je nach dem wie viel Geld man überweißt bekommt man auf die Domains einen Rabatt angerechnet (bei 1000 USD bekommt man 1400 USD gutgeschrieben). Bei einer Aufladung von 1000 USD kommt man auf einen Jahrespreis für de-Domains von ca. 5.60 Euro. Das Webinterface ist ganz brauchbar. Allerdings gibt es außer den gängigen TLDs nur ein dutzend ccTLD zur Auswahl.
Partnergate
Das Produkt Partnergate der Firma InterNetWire kann an der CI des Resellers angepasst werden. Es stehen angeblich mehr als 70 Domain Endungen zur Auswahl (Ich habe hier nur Preise für 53 TLDs). Das Interface ist optisch ansprechen und funktional gestaltet. Allerdings fehlen noch einige Funktionen für die volle Punktzahl. Zum Beispiel ist die Handelsuche unvollständig da man die genaue schreibweise der Person wissen muß. Eine Liste mit allen Handels läßt sich nicht abrufen. Davon abgesehen ist Partnergate ein guter Partner wenn man viele Domain auch mit vielen unterschiedlichen TLD’s registrieren muß. Für Reisende gibt es sogar eine iPhone App mit der man unterwegs Domains ordnern kann. Die kostenlose App kann man auch ohne Account als Whois-Client verwenden.
InternetX
Von den hier vorgestellten Firmen will InternetX mit Abstand die meisten Domains registriert haben (2,7 Millionen). Auf jeden Fall ist das Angebot an ccTLDs am größten (mit Third Level Domains ca. 300). Das Webinterface ist nicht ganz so schick wie das von Partnergate funktioniert aber dafür ausgezeichnet. Wobei ich auch hier noch verbesserungs Potential sehe (definition der ACL ist unübersichtlich und Handels sollten an Subaccounts übergeben werden können). Auch preislich macht das Angebot von InternetX eine gute Figur. Schon das normale Angebot kann mit den anderen Anbietern mithalten. Mit einer Mindestabnahme pro Monat kann man den Preis noch weiter drücken.
Ganz ohne mehrere Accounts wird es wohl trotzdem nicht gehen. Oft ist genau die gewünschte ccTLD nicht im Portfolio des günstigsten Anbieters oder es gibt für sie keinen Treuhänder Service.
Um eine Domain zu registrieren braucht man einen Registrar der Mitglied der entsprechenden Domain Registry ist. Die meisten bieten die gängigen TLDs (com, net, org, eu, info, biz etc.) und einige geängige ccTLDs (de, at, ch, tv etc.) an. Will man nun mehr als nur ein paar Domains registrieren lohnt es sich mit einem ...